Die Käseproduktion stieg im Jahr 2025 um 1,3 Prozent, und dies trotz des starken Frankens und neuer Einfuhrzölle in den USA, wie die Schweizerische Vereinigung der AOP-IGP am Montag mitteilte. Fleischspezialitäten gingen hingegen um 1,1 Prozent zurück, während die übrigen Produktkategorien um 2 Prozent zulegten.
Neue Präsidentin
An der Spitze der Organisation gibt es einen Wechsel. Nach sechs Jahren als Präsident trat Ständerat Benedikt Würth (Mitte/SG) zurück. Die Freiburger Ständerätin Isabelle Chassot (Mitte) wurde einstimmig zu seiner Nachfolgerin gewählt.

Die neue AOP-IGP-Präsidentin Isabelle Chassot (links) mit ihrem abtretenden Kollegen Benedikt Würth (rechts)
jzb
Auf politischer Ebene unterstützt der Verband, der die Schweizer Produktbranchen mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) oder geschützter geografischer Angabe (IGP) vertritt, die Bilateralen III mit der Europäischen Union. Er ist der Ansicht, dass ohne neue Abkommen der bilaterale Weg untergraben werde, was den Exporten schaden würde, die mehrheitlich in die EU gehen. «Fast 50 % werden exportiert, zum Grossteil in die EU», heisst es in der Mitteilung.
110 Schweizer Bezeichnungen
Der Verband hat sich zudem für den Schutz der AOP-IGP im Rahmen des Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Ländern eingesetzt. Zwischen den beiden Parteien wurde eine Liste mit geografischen Angaben ausgetauscht, die 110 Schweizer Bezeichnungen enthält, darunter «Gruyère» und «Sbrinz».
Mit ihrer Kampagne «No Safe Level» setze sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa für eine zunehmend restriktive Alkoholpolitik ein. «Genussmittel wie Wein, Bier und Spirituosen werden zunehmend stigmatisiert», schreibt die Vereinigung. Sie hat sich deshalb der Initiative «Gaudium Suisse – Genuss mit Haltung» angeschlossen, um den Genuss raffinierter Geschmacksrichtungen und die Geselligkeit zu verteidigen, indem auf Eigenverantwortung statt auf Bevormundung gesetzt wird.
