28.11.2019 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Freiburg
«Agrarsektor muss entgegentreten»
Die bevorstehenden Initiativen beschäftigten den Freiburgische Bauernverband an seiner Generalversammlung von Mittwoch. Gastredner Jacques Bourgeois ermunterte die Landwirte, ihre Hausaufgaben zu machen.

An der Generalversammlung des Freiburgischen Bauernverbandes (FBV) bezeichnete Präsident Fritz Glauser die zahlreichen landwirtschaftskritischen Beiträge im vergangenen Jahr als regelrechtes Mediengewitter, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Der Druck ist gross

Zu den beiden Initiativen "Schweiz für sauberes Trinkwasser" und "Schweiz ohne synthetische Pestizide", die die Landwirtschaft zurzeit beschäftigen, sagte er, dass Schuldzuweisungen das Problem nicht lösen. Die Vision einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft erreiche man nur zusammen. "Gefordert sind alle: Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik", so Glauser.

Die beiden Initiativen werden die Arbeiten des Verbands prägen. "Der Druck ist gross, ebenso die zahlreichen Wortmeldungen aus nicht-landwirtschaftlichen Kreisen. Der Agrarsektor muss dem mit Entschlossenheit entgegentreten", sagte der Direktor der Freiburgischen Landwirtschaftskammer, Frédéric Ménétrey.

Rückgang der Betriebe

Der Strukturwandel der Freiburger Landwirtschaft setzt sich unvermindert fort. Die Abnahme der landwirtschaftlichen Betriebe war im Jahr 2018 im Kanton Freiburg mit -2,75 % stärker ausgefallen als im Schweizerischen Mittel mit -1,49%. 

Auch der Direktor des Schweizer Bauernverbandes, Jacques Bourgeois, nahm an der Versammlung teil. Der Freiburger gab letzte Woche seinen Rücktritt bekannt. Bourgeois betonte, dass die Landwirtschaft die von den Initiativen angesprochenen Themen sehr ernst nehme und ihre Hausaufgaben mache. "Weitere positive Entwicklungen sind das beste Argument gegen die Initiativen", argumentierte Bourgeois. Beide Initiativen seien extrem und daher abzulehnen. 

Neue Köpfe

Auf der Traktandenliste standen zudem die ordentlichen Wahlen. Präsident Fritz Glauser wurde für weitere vier Jahre wiedergewählt. Im Kantonalvorstand gab es folgende Wechsel:

  • Jean Bertschi, Orsonnens (vakant)
  • Henri Buchs, Cerniat (neu Jean-François Borcard, Grandvillard)
  • Blaise Duc, Forel (vakant)
  • Angela Egger-Jungo, Guschelmuth (neu Judith Piller, Oberschrot)
  • Norbert Riedo, Tafers (neu Pascal Andrey, Cerniat)
  • Georges Schneuwly, Bösingen (vakant)

 

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