19.05.2020 16:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Raps
Raps: Produzenten gesucht
Die Nachfrage nach Schweizer Rapsöl ist weiterhin hoch. Um das Angebot zu erhöhen, werden Produzenten gesucht. Bei Sonnenblumen ist der Bedarf gedeckt. Bauern sollen deshalb Raps statt Sonnenblumen anbauen. Bis zum 14. Juni 2020 können sich Produzenten für den Anbau anmelden.

Für die Ernte 2020 meldeten die Verarbeiter eine Verkaufsmenge von 106‘000 t. Trotz mehreren Aufufen lagen die Anbauflächen unter der Nachfrage.

Schweizer Raps ist auch 2021 ein sehr gesuchtes Gut. Das Potenzial ist aber bisher nicht ausgeschöpft worden. Deshalb sucht der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) zusätzlichen Produzenten und Anbauflächen, wie er in einer Mitteilung schreibt. Auch für die Ernte 2021 melden die Ölmühlen eine Menge von 106‘000 t Raps (davon 34‘000 HOLL-Raps) an, die sie verarbeiten möchten. 

Bei den Sonnenblumen konnte in den Verhandlungen mit den Ölmühlen eine gesteigerte Übernahmemenge von 13‘000 t (davon 8‘500 t High-Oleic) für die kommende Saison erreicht werden. Dies entspricht einer Steigerung um 3‘300 t. Das Öl konnte besser positioniert werden. Aber da die Zuteilungsmengen beschränkt sind, können für die Ernte 2021 keine neuen Produzenten in die Sonnenblumenproduktion einsteigen.

Der SGPV empfiehlt Produzenten, Sonnenblumen durch Raps zu ersetzen. "Dies ist notwendig, um Angebot und Nachfrage für diese beiden Kulturen so gut wie möglich auszugleichen", heisst es in der Mitteilung. In erster Linie soll das hohe Potenzial von Raps ausgeschöpft werden. Die Anbauflächen bei den Sonnenblumen soll so weit wie möglich reduziert werden, um Kürzungen der Zuteilungsmenge zu verhindern. 

Der Verband bittet die Produzenten, für die Berechnung der Mengen als Grundlage die Erträge der vergangenen Jahre beizuziehen. So könne eine exakte Zuteilung gemacht werden, Kürzungen würden so verhindert.

Produzenten können sich bis am 14. Juni 2020 für den Anbau von Ölsaaten anmelden. Anschliessend wird die definitive Zuteilung vom SGPV vorgenommen und den Betrieben Anfang Juli zusammen mit dem Produktepass per Mail zugestellt.

-> Hier gehts zu Online-Anmeldung

Bei Fragen können sich Produzenten unter der 031 910 20 90 an die Agrosolution wenden. 

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